Meditation
Im Yoga ist Meditation kein Zusatz, sondern der Teil, auf den die Haltungen hinarbeiten. In den alten Texten stehen Sitzhaltungen und Atem genau deshalb im Mittelpunkt.
Worum es geht
Meditation heißt zunächst nur: die Aufmerksamkeit über eine Zeit hinweg bei einer Sache halten — beim Atem, bei einem Wort, bei Körperempfindungen. Was dabei geübt wird, ist nicht das Wegdrücken von Gedanken, sondern das Bemerken, dass man abgeschweift ist, und das Zurückkehren. Dieses Zurückkehren ist die Übung, nicht ihr Scheitern.
Deshalb ist die verbreitetste Enttäuschung auch die vermeidbarste: „Ich kann nicht meditieren, meine Gedanken hören nicht auf.“ Sie hören bei niemandem auf. Der Unterschied zwischen Anfang und Übung liegt darin, wie schnell man merkt, dass man weg war.
Die Formen auf dieser Seite
Yoga Nidra
Geführte Entspannung im Liegen, in acht Stufen — und was die Forschung zeigt.
Kundalini Meditation
Feste Pakete aus Haltung, Atem und Mantra — mit einer nötigen Einordnung.
Meditationskissen
Kein Komfortartikel, sondern ein Winkelmesser fürs Becken. So findest du die Höhe.
Klangschale
Wie man sie anspielt, worauf es beim Kauf ankommt — und warum „tibetisch“ nicht stimmt.
Wie du sitzt
Die Haltung soll aufrecht und bequem sein — mehr verlangt kein Text. Der Lotussitz ist eine Möglichkeit, aber keine Voraussetzung; ein einfacher Kreuzsitz auf einem Kissen oder ein Stuhl erfüllt denselben Zweck. Entscheidend ist, dass die Knie tiefer liegen als die Hüftgelenke und der Rücken ohne Muskelkraft steht.
Zehn Minuten, die reichen
Für den Anfang genügt eine einfache Übung: aufrecht sitzen, Augen geschlossen oder Blick gesenkt, und den Atem zählen — beim Ausatmen von eins bis zehn, dann wieder von vorn. Verzählt? Wieder bei eins anfangen. Zehn Minuten täglich bringen mehr als eine Stunde am Wochenende.
Wer damit nicht zurechtkommt, ist mit einer geführten Form besser bedient: Yoga Nidra im Liegen gibt der Aufmerksamkeit die ganze Zeit etwas zu tun.