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Yoga-Arten

„Yoga“ ist ein Sammelbegriff. Was eine Stunde tatsächlich verlangt, verrät der Stilname nur zum Teil — hilfreicher sind drei einfache Unterscheidungen.

Drei Fragen, die Stile sortieren

Erstens: gehalten oder fließend? Im Hatha Yoga wird eine Haltung eingenommen, mehrere Atemzüge gehalten und wieder gelöst. In fließenden Formen wie Vinyasa oder Ashtanga ist die Bewegung selbst der rote Faden — meist ein Atemzug je Bewegung. Das ändert Puls, Schwierigkeit und Lernkurve.

Zweitens: aktiv oder passiv? Die meisten Stile arbeiten mit Muskelspannung. Yin Yoga tut das Gegenteil: Die Muskulatur soll weich bleiben, während eine Haltung minutenlang gehalten wird. Beides ergänzt sich; keines ersetzt das andere.

Drittens: allein oder zu zweit? Partner Yoga nutzt Gegengewicht am Boden, Acro Yoga arbeitet mit Heben und Fliegen — und braucht dafür zwingend eine dritte Person, die absichert.

Überblick

StilTempoBesonderheitFür den Einstieg
Hatharuhig, gehalten Haltungen, Atemübung, Stillegut geeignet
Vinyasa / Ashtangafließend Bewegung im Atemrhythmusmit Vorerfahrung
Yin sehr langsam3–5 Minuten je Haltung, passivgut geeignet
Partner Yogaruhig zu zweit, kein Hebengut geeignet
Acro Yogadynamisch Base, Flyer, Spotternur angeleitet
Kundaliniunterschiedlich feste Übungspakete mit Atem und Mantranur angeleitet

Was der Stilname nicht verrät

Keine dieser Bezeichnungen ist geschützt. Zwei Kurse mit demselben Namen können sehr verschieden ausfallen — entscheidend ist, wer unterrichtet. Ein Blick in die Kursbeschreibung und eine Frage nach Ausbildung und Erfahrung sagen mehr als das Etikett. Für den Anfang zählt vor allem eines: eine Gruppe, in der korrigiert wird.