Zum Inhalt springen
yoga stanze
Ausstattung

Yoga-Block

Aktualisiert am 17. September 20262 Min. Lesezeit

Der Block verkürzt nicht die Haltung, sondern den Weg zum Boden. Damit verändert er die Statik einer Übung grundlegend — meistens zugunsten des Rückens.

Maße
ca. 23 × 15 × 7,5 cm
Höhenlagen
drei, je nach Kante
Empfehlung
zwei Stück
Zweck
Boden näher bringen, Gewicht abgeben

Drei Höhen, ein Werkzeug

Ein Block hat drei Standflächen und damit drei Höhen: flach liegend (etwa 7,5 cm), auf der Seite (etwa 15 cm) und hochkant (etwa 23 cm). Diese drei Stufen sind der eigentliche Nutzen — nicht das Material. Welche Stufe richtig ist, entscheidet nicht das Können, sondern die Haltung: In einer Vorbeuge kann die hohe Stufe genau richtig sein, in einer Brustöffnung die niedrige.

Zwei Blöcke sind fast immer besser als einer, weil die meisten Haltungen seitengleich arbeiten. Ein einzelner Block führt dazu, dass man sich für eine Seite entscheidet — und das Becken verdreht.

Wo der Block konkret etwas ändert

HaltungEinsatzWas sich ändert
Stehende Vorbeuge, DreieckBlock neben dem vorderen Fuß, hochkantDer Rücken bleibt lang, statt sich zu runden. Die Dehnung wandert zurück in die Beinrückseite.
Taubeflach unter die Gesäßhälfte der vorderen SeiteDas Becken steht waagerecht, die Drehung bleibt in der Hüfte statt im Knie.
Fischzwei Blöcke: einer quer unter die Brustwirbelsäule, einer flach unter den KopfAus einer aktiven Rückbeuge wird eine passive Lagerung, die man Minuten halten kann.
Sitzende Vorbeuge, Drehsitzflach unter das GesäßDas Becken kippt nach vorn; die Wirbelsäule richtet sich auf, ohne dass man zieht.
Brückeflach oder seitlich unter das KreuzbeinDie Haltung wird gestützt statt gehalten — geeignet für längere Zeiten.
Krähezwei Blöcke unter die HändeVerringert den Winkel im Handgelenk und erhöht den Schwerpunkt.
Kindhaltungunter die StirnDer Nacken bleibt neutral, wenn die Stirn den Boden nicht erreicht.

Material — kurz gefasst

  • Kork: schwer, standfest, rutschfest auch mit feuchten Händen. Die beste Wahl, wenn der Block Gewicht tragen soll.
  • Hartschaum (EVA): leicht, günstig, an den Kanten weich. Angenehm unter dem Kopf, kippt unter Last eher.
  • Holz: sehr stabil und langlebig, aber hart und laut. Selten die praktischste Wahl.

Für die meisten reicht ein Paar Korkblöcke; wer sie vor allem zum Lagern unter Kopf und Rücken nutzt, fährt mit Schaum bequemer.

Zwei Denkfehler

  1. 1

    „Der Block ist für Anfänger.“ In der Praxis nutzen ihn Fortgeschrittene oft mehr — weil sie längere Zeiten halten und dafür Auflage brauchen.

  2. 2

    „Ich brauche ihn nicht mehr, wenn ich beweglicher bin.“ Manche Körperproportionen — lange Oberschenkel, kurze Arme — machen den Block dauerhaft sinnvoll, unabhängig von Beweglichkeit.

Quellen und weiterführende Seiten

  • Yoga bei Wikipedia (Überblick zu Praxis und Hilfsmitteln)